HDR-Fotos leicht gemacht

Die Situation dürfte allen bekannt sein: Man hat ein wahnsinnig faszinierendes Motiv fotografiert, aber das Foto später am PC sieht aus, als hätte jemand eine Tasse kalten Kaffee darüber geschüttet. Die Farben hauen irgendwie nicht hin, die Kontraste sind verwaschen und der Gesamteindruck des Motivs kommt einfach nicht rüber - kurz: Das Motiv wirkt bei weitem nicht so spektakulär, wie in real.

Eine spezielle Art der Fotografie kann Abhilfe schaffen: HDRI, kurz für High Dynamic Range Image. Das sind Fotos, die in der Lage sind, den vollen Kontrastbereich eines Bildes mit allen vorkommenden Helligkeitsabstufungen originalgetreu zu speichern.
Dies kann man mit Spezialkameras hinbekommen oder man erstellt ganz einfach eine Belichtungsreihe. Letzteres kriegt jeder mit einer ganz normalen Digitalkamera hin. Lesen Sie hier, wie es geht.
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Treppe in HDR

1. Suchen Sie sich ein Motiv aus. Am besten eignen sich Motive, die einen hohen Kontrastumfang bieten, wie Sonnenuntergänge, Gebäude, Innenaufnahmen oder technische Motive wie Fahrzeuge oder Maschinen. Sehr beliebt sind Innenaufnahmen von verfallenen Gebäuden.

2. Nehmen Sie von diesem Motiv eine Belichtungsreihe auf. Dabei schießen Sie mindestens 3 Fotos von ein und dem gleichen Motiv. Besser sind 5 Fotos, mehr kann man auch machen.
Jedes Foto sollte identisch sein, mit einem Unterschied: Die Belichtungszeit. Jedes Foto wird mit einer anderen Belichtung aufgenommen, von massiv unter über ideal zu massiv überbelichtet.

Bis auf die Belichtung sollten die Bilder jedoch exakt gleich sein, weshalb die Verwendung eines Stativs empfohlen ist. Alternativ kann man die Kamera auf einen festen Untergrund stellen, z.B. eine Mauer.
Auch das Einstellen eines Zeitauslösers z.B. auf 2 Sekunden ist eine gute Idee, um ein Verwackeln der Kamera beim Druck auf den Auslöser zu vermeiden.

Stellen Sie Ihre Kamera auf eine feste Blende ein, um eine unterschiedliche Tiefenschärfe zu vermeiden. Dann gehen Sie in die Belichtungskorrektur und nehmen mindestens 3 Fotos auf: mit +2 EV, EV und -2 EV. Wenn es die Kameraeinstellungen zulassen, nehmen sie die Bilder mit +2, +1, EV, -1 und -2 EV auf. Die Kamera variiert dabei selbstständig die Belichtungszeit.
Das Blitzlicht stellen Sie für bessere Ergebnisse ebenfalls ab, wenn es nicht dringend erforderlich sein sollte. Im Ernstfall experimentieren Sie, was besser aussieht.
Sollten Sie die Funktionen an Ihrer Kamera nicht finden, schauen Sie in der Bedienungsanleitung unter "Belichtung" nach.

Es sei nochmal darauf hingewiesen, daß es keine Verwacklungen geben darf, seien sie auch noch so geringfügig, die Bilder müssen exakt gleich ausgerichtet sein. Darum ist es auch nicht wirklich empfehlenswert, HDR-Fotos aus der Hand zu schießen oder bewegte Objekte wie Menschen zu fotografieren. Eine Ausnahme bildet die Belichtungsreihe aus einem RAW-Bild, bei der mit einer entsprechenden Kamera die RAW-Daten am Computer unterschiedlich belichtet werden.

Übertragen Sie Ihre Bilder nun auf den Computer und überprüfen Sie mit einem Bildbetrachter, ob die Aufnahmen wirklich exakt ausgerichtet sind. Einige Computerprogramme sind auch in der Lage, minimale Verschiebungen zu korrigieren.

Im Idealfall erhalten sie Bilder ähnlich wie folgende:
BeispielBeispiel
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Lesen Sie hier, wie sie aus der Belichtungsreihe ein kontrastreiches HDR-Bild zaubern.